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St. Bernhardshund - Bernhardiner (St. Bernard)

UrsprungSchweiz
GrößeRiesig
Lebenserwartung8–10 Jahre
GruppePinscher & Molosser

Zusammenfassung

Der Bernhardiner ist vielleicht der berühmteste Hund der Welt, der auf ewig mit den verschneiten Bergen der Alpen und dem Hospiz auf dem Großen St. Bernhard verbunden ist, wo Mönche ihn jahrhundertelang züchteten, um in den Gebirgspässen verirrte Reisende zu retten. Mit seiner beeindruckenden Masse und seinem natürlichen Instinkt, im Schnee begrabene Menschen zu finden, hat er im Laufe der Jahrhunderte schätzungsweise mehr als 2.000 Menschen das Leben gerettet.

Körperliche Merkmale

Größe
Riesig
Höhe (Rüde)
80–90 cm
Höhe (Hündin)
65 cm
Gewicht (Rüde)
65–120 kg
Gewicht (Hündin)
50–90 kg
Lebenserwartung
8–10 Jahre
Fell
Zwei Varietäten — kurzhaarig (glatt und dicht) und langhaarig (wellig)
Häufige Farben
Weiß mit rötlichen oder rotbraunen Platten oder rötliche Grundfarbe mit Weiß

Temperament & Persönlichkeit

Der Bernhardiner ist die Personifizierung des „sanften Riesen“: ruhig, geduldig, tolerant und außerordentlich anhänglich. Er gilt als einer der besten Familienhunde, besonders im Umgang mit Kindern, denen gegenüber er eine fast unendliche Geduld aufbringt. Er bellt selten ohne Grund und besitzt keine ausgeprägten aggressiven Instinkte. Er braucht Platz und ist für kleine Wohnungen nicht geeignet. Reichliches Sabbern ist vorprogrammiert.

Aktivität & Bewegung

Energieniveau
Mäßig
Empfohlene tägliche Bewegung
60–90 Minuten
Für Wohnung geeignet
Nicht empfohlen

Fellpflege & Versorgung

Pflegebedarf
Mäßig bis hoch
Haarausfall
Stark
Badehäufigkeit
Alle 6–8 Wochen

Gesundheit

Häufige Gesundheitsprobleme
  • Epilepsie
  • Augenprobleme
  • Magendrehung
  • Hüft- und Ellbogendysplasie
  • Osteosarkom
Empfohlene Gesundheitstests
  • Herzuntersuchung
  • Augenuntersuchung
  • Hüft- und Ellbogenröntgen

Kompatibilität

Mit Kindern
Ausgezeichnet
Mit anderen Hunden
Ausgezeichnet
Mit Katzen
Gut
Für Erstbesitzer
Akzeptabel

Ist der St. Bernhardshund - Bernhardiner (St. Bernard) der richtige Hund für Sie?

Der St. Bernhardshund - Bernhardiner (St. Bernard) passt zu Ihnen, wenn:

  • Sie 60-90 Minuten tägliche Bewegung bieten können und gemeinsame, gemütliche Spaziergänge sowie sanfte Outdoor-Aktivitäten genießen.
  • Sie einen ruhigen, geduldigen Begleiter schätzen, der es liebt, ein liebevoller und toleranter Teil Ihrer Familie zu sein.
  • Sie einen wahrhaft sanften Riesen schätzen, der für seine außergewöhnlich liebevolle Art und Geduld mit Kindern bekannt ist.
  • Sie bereit sind, sich einem konsequenten, positiven Training für einen großen, intelligenten Hund zu widmen, was auch für Erstbesitzer akzeptabel ist.
  • Sie auf moderate bis hohe Pflegebedürfnisse vorbereitet sind, einschließlich regelmäßigen Bürstens, um den starken Haarausfall ihres Fells zu bewältigen.
  • Sie bereit sind, großzügiges Sabbern in Kauf zu nehmen und einen Hund schätzen, der dafür bekannt ist, selten grundlos zu bellen.

Überlegen Sie es sich zweimal, wenn:

  • Sie sofortigen Gehorsam von einer Riesenrasse erwarten, da ihre Gelehrigkeit konsequente Geduld und Verständnis erfordert.
  • Sie einen geschäftigen Haushaltsalltag haben, der einen Hund oft für lange Zeit allein lässt, da St. Bernhardshunde Gesellschaft lieben.
  • Sie auf die schiere physische Präsenz und Stärke eines Hundes, der bis zu 120 kg wiegen kann, nicht vorbereitet sind, besonders mit kleinen Kindern.
  • Sie nicht bereit sind, täglich 60-90 Minuten für Bewegung aufzuwenden oder sich einer regelmäßigen, gründlichen Pflege für starken Haarausfall zu widmen.
  • Sie in einer kleinen Wohnung leben oder keinen ausreichenden Außenbereich haben, da diese Riesenrasse für solche Umgebungen nicht empfohlen wird.
  • Sie ein völlig trockenes Zuhause erwarten, da großzügiges Sabbern eine charmante, wenn auch manchmal unordentliche, Rassecharakteristik ist.

Einen St. Bernhardshund - Bernhardiner (St. Bernard) in Ihr Leben zu holen, ist eine tiefgreifende Verpflichtung gegenüber einem sanften Riesen. Während ihre ruhige, liebevolle Art eine Familie immens bereichert, sind ihr Größe, Pflege- und Platzbedarf erheblich. Seien Sie ehrlich bezüglich Ihrer Fähigkeit, für diese prächtige Rasse zu sorgen, und Sie werden mit einem unglaublich ergebenen Begleiter für ihre 8-10-jährige Lebensspanne belohnt.

Einen St. Bernhardshund - Bernhardiner (St. Bernard) erziehen

Bernhardiner sind wahre sanfte Riesen, die am besten durch positive Verstärkung, Geduld und Konsequenz lernen. Ihre außergewöhnlich liebevolle und ruhige Natur bedeutet, dass sie auf Lob, sanfte Ermutigung und leckere Belohnungen gut ansprechen. Halten Sie Trainingseinheiten kurz, lustig und ansprechend, um ihrem moderaten Energieniveau gerecht zu werden und Langeweile zu vermeiden. Harte Korrekturen oder Ungeduld wirken kontraproduktiv und können dazu führen, dass Ihr sensibler Bernhardiner sich zurückzieht oder stur wird, was zukünftiges Training erheblich erschwert. Bauen Sie Vertrauen auf und machen Sie das Lernen zu einer freudigen Erfahrung für Ihren liebenswerten Begleiter.

Beginnen Sie mit:

  • Reaktion auf den Namen bei Ablenkungen
  • Rückruf an der Schleppleine
  • Leinenführigkeit ohne Ziehen
  • "Lass es" und "Aus"
  • Ruhige Begrüßungen ohne Anspringen
  • Ablegen auf einer Matte oder einem Bett
  • Kooperatives Handling für Pflege und Tierarztbesuche
  • Warten an Türen und Toren

Enthusiastische Begrüßungen

Die außergewöhnlich liebevolle Natur Ihres Bernhardiners bedeutet, dass er seine Familie und Besucher gerne mit Begeisterung begrüßt! Ein Hund, der bis zu 120 kg wiegt und hochspringt, kann jedoch überwältigend, sogar gefährlich sein. Beginnen Sie schon im Welpenalter mit dem Training von "vier Pfoten auf dem Boden".

Wenn jemand kommt, bitten Sie ihn, sich zu setzen. Belohnen Sie ruhiges Verhalten mit einem Leckerli und sanftem Lob. Wenn er springt, drehen Sie sich weg und ignorieren Sie ihn, bis alle vier Pfoten auf dem Boden sind. Konsequenz ist der Schlüssel, um diese freudigen, aber kraftvollen Begrüßungen zu managen.

Leinenstärke managen

Mit ihrer riesigen Größe und ihrem beeindruckenden Gewicht kann ein Bernhardiner, der an der Leine zieht, schnell unkontrollierbar werden, besonders für einen Erstbesitzer. Frühes und konsequentes Training der Leinenführigkeit ist entscheidend. Verwenden Sie ein Geschirr mit Frontclip oder ein Kopfhalfter für bessere Kontrolle, da diese Hilfsmittel helfen können, ihren Schwung umzulenken, ohne Unbehagen zu verursachen.

Üben Sie zuerst in ruhigen Bereichen und führen Sie dann schrittweise Ablenkungen ein. Denken Sie daran, dass 60-90 Minuten tägliche Bewegung empfohlen werden, und gute Leinenmanieren machen diese Spaziergänge für Sie beide angenehm. Weitere Tipps finden Sie unter Top-Tipps für Hundespaziergänge.

Langeweile-Verhalten vorbeugen

Obwohl Bernhardiner ein moderates Energieniveau haben, benötigen sie dennoch eine konsequente geistige und körperliche Stimulation, um Langeweile vorzubeugen. Wenn sie zu wenig Bewegung bekommen oder zu lange ohne Beschäftigung allein gelassen werden, könnten sie zu destruktivem Kauen, übermäßigem Speicheln oder allgemeiner Lethargie neigen. Denken Sie daran, dass sie nicht für kleine Wohnungen geeignet sind und Platz benötigen.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Bernhardiner die empfohlenen 60-90 Minuten täglicher Bewegung erhält, aufgeteilt in einige Spaziergänge oder Spielsessions. Integrieren Sie Intelligenzspielzeug, Schnüffelspiele und kurze Trainingseinheiten über den Tag verteilt, um seinen Geist zu beschäftigen. Wenn Sie Anzeichen von Stress bemerken, wenn er allein gelassen wird, kann dieser Leitfaden helfen.

St. Bernhardshund - Bernhardiner (St. Bernard) — Häufig gestellte Fragen

Wie groß wird ein Bernhardiner?

Bernhardiner sind Riesenhunde. Rüden wiegen typischerweise zwischen 64–82 kg und stehen 70–90 cm am Widerrist. Hündinnen sind etwas kleiner. Ihr breiter, kraftvoller Körperbau und ihr ikonischer Ausdruck machen sie unverwechselbar. Volles Wachstum dauert in der Regel 2–3 Jahre, während derer eine sorgfältige Ernährungssteuerung wichtig ist.

Sind Bernhardiner gute Familienhunde?

Bernhardiner sind dafür bekannt, sanfte, geduldige und treue Familienhunde zu sein — ihr Erbe als Alpenretter hat ihnen einen ruhigen, fürsorlichen Instinkt gegeben. Sie sind wunderbar geduldig mit Kindern und neigen dazu, drinnen ruhig und umgänglich zu sein. Sie gedeihen am besten in Häusern mit ausreichend Platz und brauchen menschliche Gesellschaft.

Sabbern Bernhardiner viel?

Ja — Bernhardiner gehören zu den sabbernsten Hunden der Welt. Ihre lockeren, herabhängenden Lippen und die großen Hängebacken produzieren erheblichen Speichelfluss — besonders nach dem Fressen, Trinken, bei Bewegung oder Aufregung. Bernhardiner-Besitzer halten typischerweise Sabbertücher in jedem Zimmer bereit. Es ist einfach Teil des Lebens mit einem dieser großartigen Riesen. Planen Sie einfach mehr Reinigung von Wänden und Möbeln ein!

Wie viel Bewegung braucht ein Bernhardiner?

Bernhardiner brauchen moderate tägliche Bewegung — etwa 30 bis 60 Minuten sanfte Aktivität passen für die meisten ausgewachsenen Hunde. Sie genießen gemächliche Spaziergänge, sind aber nicht für intensiven Sport oder Laufen bei warmem Wetter geeignet, da sie leicht überhitzen. Welpen sollten begrenztes, kontrolliertes Training erhalten. Sie gedeihen in Gesellschaft und bei ruhiger Freiluftzeit.

Haaren Bernhardiner stark?

Ja — Bernhardiner sind starke Haarer. Sowohl die kurzhaarige als auch die langhaarige Variante haart erheblich, besonders beim zweijährigen Fellwechsel im Frühling und Herbst. Regelmäßiges Bürsten mehrmals pro Woche, und täglich in der Haarzeit, ist unerlässlich. Ihr Fell sollte sauber und verfilzungsfrei gehalten werden. Professionelles Grooming alle paar Monate ist für Langhaarige eine lohnenswerte Investition.

Vertragen Bernhardiner Hitze gut?

Nein — Bernhardiner sind schlecht für heiße Klimata geeignet. Ihr dickes Doppelfall und ihre große Körpermasse machen sie anfällig für Überhitzung und Hitzschlag. Bei warmem Wetter sollte Bewegung auf die kühlsten Tageszeiten (früher Morgen oder Abend) beschränkt werden, und sie müssen stets Zugang zu frischem Wasser und Schatten haben. Klimatisierte Innenumgebungen sind für ihren Komfort und ihre Sicherheit in den Sommermonaten unerlässlich.

Sind Bernhardiner gut mit Kindern?

Bernhardiner haben einen legendären Ruf für ihre Sanftheit, Geduld und Schutzbereitschaft gegenüber Kindern. Ihre ruhige, fürsorliche Natur macht sie natürlich auf Kinder eingestellt, und viele Familien beschreiben sie als perfekten Babysitter. Aufsicht ist dennoch erforderlich — ihre enorme Größe bedeutet, dass sie versehentlich ein kleines Kind umwerfen können. Als Welpe mit Kindern aufgezogen, wird ein Bernhardiner zu einem unersetzlichen Familiengefährten.

Wie alt werden Bernhardiner?

Bernhardiner haben eine typische Lebenserwartung von 8 bis 10 Jahren, was für Riesenrassen üblich ist. Sie neigen zu Hüft- und Ellbogendysplasie, Herzerkrankungen, Augenproblemen und Magendrehung. Ein gesundes Gewicht zu halten ist besonders wichtig, da Fettleibigkeit die Lebenserwartung erheblich verkürzt. Regelmäßige tierärztliche Versorgung und eine ausgewogene Ernährung sind entscheidend.

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