Kasachischer Tazy
Zusammenfassung
Der Kasachische Tazy ist eine urtümliche Rasse aus den Steppen Zentralasiens und gilt als nationales Kulturerbe Kasachstans, wo er seit Jahrhunderten zur Jagd auf Hasen, Füchse, Wildschweine, Hirsche und sogar Wölfe eingesetzt wird. Erst im September 2024 von der FCI anerkannt, nachdem umfangreiche genetische Untersuchungen seine Abgrenzung zum Saluki und zum Afghanischen Windhund bestätigten, ist der Tazy eine der Rassen mit der größten genetischen Vielfalt unter den Windhunden, was sich in Robustheit und einer geringen Veranlagung für Erbkrankheiten widerspiegelt. Es wird geschätzt, dass weniger als 300 reinrassige Exemplare mit Stammbaum existieren.
Körperliche Merkmale
- Größe
- Mittel
- Höhe (Rüde)
- 63–70 cm
- Höhe (Hündin)
- 58–65 cm
- Gewicht (Rüde)
- 20–24 kg
- Gewicht (Hündin)
- 16–22 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Fell
- Kurz und glatt am Körper; Befederung an den Ohren (_Burka_), an den Hinterläufen (bis zur Mitte des Beins) und an der Rute (ca. 10 cm lange Fransen von der Mitte bis zur Spitze); keine Unterwolle; weiches Haar zwischen den Zehen
- Häufige Farben
- Alle Farben außer intensiven Loh-Abzeichen; die häufigsten Farben sind Falb, Creme, Schwarz, Gestromt und Weiß
Temperament & Persönlichkeit
Der Tazy ist ein Hund mit ausgeglichenem und selbstbewusstem Charakter, unabhängig und Fremden gegenüber etwas reserviert. In der Familie ist er ruhig und diskret, niemals aufdringlich. Bei der Jagd erweist er sich als leidenschaftlich, schnell und unermüdlich, wobei er die Sichtjagd mit einer gewissen Fährtenfähigkeit kombiniert – eine seltene Eigenschaft unter Windhunden. Er ist intelligent und trifft schnell Entscheidungen, ein Erbe jahrhundertelanger Jagd in schwierigem Gelände.
Aktivität & Bewegung
- Energieniveau
- Hoch
- Empfohlene tägliche Bewegung
- 60–90 Minuten
Fellpflege & Versorgung
- Pflegebedarf
- Gering
- Haarausfall
- Minimal
- Badehäufigkeit
- Alle 6–8 Wochen
Gesundheit
- Häufige Gesundheitsprobleme
- Es reagiert empfindlich auf Narkose
- Wie alle Windhunde
- Überwachung auf Hüftdysplasie und Augenprobleme
- Die Rasse profitiert von hoher genetischer Vielfalt und geringer Inzucht
- Mit wenigen dokumentierten Erbkrankheiten
- Empfohlene Gesundheitstests
- Augenuntersuchung
- Hüftuntersuchung
- Informieren Sie den Tierarzt über die für Windhunde typische Narkoseempfindlichkeit
Kompatibilität
- Mit Kindern
- Gut
- Mit anderen Hunden
- Gut
- Für Erstbesitzer
- Nicht empfohlen


